Mittwoch ist Bergfest-Party!

Kennen Sie das: Es ist Sonntag, ein warmer sonniger Tag und Sie haben sich mit ein paar Freunden zum Grillen verabredet. Irgendwann neigt sich der Abend dem Ende und einer Ihrer Freunde sagt: „Verdammt, morgen ist ja schon wieder Montag und ich muss arbeiten.“ Die Stimmung fällt ein wenig. Ausschlaggebend dafür, wie die Stimmung sich jetzt weiterentwickelt, ist wer da noch so am Tisch sitzt. Freunde, die ähnlich denken und bestenfalls noch auf das gute Wetter der kommenden Woche verweisen, das man dann ja durch die Arbeit verpasst. Oder Freunde, die ihren Job gerne machen und mit einer beschwichtigenden Geste darauf hinweisen, dass die Woche bestimmt gar nicht so schlimm sein wird.

Mittwoch = Bergfest.

Menschen die am Sonntag schon das Wochenende betrauern und mit dem Gefühl in die Woche starten, dass am Montag wieder der Ernst des Lebens anfängt, gehören zu der Gruppe, die auch gerne am Mittwoch das Bergfest feiert und danach den Countdown zum nächsten Wochenende zählt. Die meisten lachen über das Wort Bergfest und denken nicht weiter darüber nach. Für Sie als Führungskraft sollten da die Alarmglocken läuten. Mitarbeiter, die den Mittwoch für sich grundsätzlich als Bergfest sehen, gehören häufig zu der Gruppe, die nicht gerne zur Arbeit geht. Mit grundsätzlich meine ich nicht die Tatsache, dass jeder mal eine stressige Woche haben kann, auf die er keine Lust hat. Grundsätzlich heißt: Immer – jede Woche – jeden Mittwoch. Die Gründe dafür sind mannigfaltig.

Was mir am Häufigsten begegnet, ist:

  • Stress als Dauerzustand
  • Überforderung in der Position
  • Unterforderung in der Position
  • Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung
  • Schlechte Arbeitsatmosphäre

Generationsabhängig.

Für die älteren Generationen dient Arbeit manchmal immer noch einzig dem Zweck des Geld-Verdienens und muss daher auch keinen Spaß machen. Hier wird am Montag schon das kommende Wochenende fokussiert und jeder Arbeitstag gedanklich abgehakt. Die Arbeitsleistung ist in der Regel konstant, sodass die Führungskraft eine derartige Arbeitseinstellung durchaus akzeptieren kann.

Die jüngeren Generationen sehen das ganz anders – dort hängt die tägliche Motivation sehr stark von Zufriedenheit und Umfeld ab. Wenn diese Mitarbeiter ritualisiert ihr Bergfest feiern, ist es nur eine Frage der Zeit wie lange sie noch im Unternehmen bleiben, sofern sich eine Alternative ergibt. Risiko ist jedoch nicht einzig die Fluktuation. Was glauben Sie, wie die Produktivität und Qualität der Leistung von derartigem Denken beeinflusst wird? Und zugleich werden diese Mitarbeiter auch öfter krank.

Handlungsbedarf.

Ich möchte Sie an dieser Stelle sensibilisieren hinzuhören und abzuschätzen wer in Ihrem Unternehmen regelmäßig sein Bergfest feiert. Sprechen Sie mit diesem Mitarbeiter doch einmal über seine grundsätzliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz und erfragen Sie Verbesserungsmöglichkeiten. Sie werden überrascht sein wie viel dabei herauskommen kann! Und lassen Sie sich nicht so schnell abwimmeln, indem Sie dem Kollegen glauben, dass das Bergfest ja nur ein Scherz sei – in jedem Scherz steckt immer auch ein Stückchen Wahrheit.

Eine Freundin hat mich mit ihrer Einstellung zur Arbeitswoche sehr überrascht und gleichzeitig geprägt. Sie sagte: „Wenn ich am Montag aufwache, bin ich voller Tatendrang und freue mich was die Woche mir alles an Erfahrungen bringen wird.“ Stellen Sie sich einmal vor, jeder Ihrer Mitarbeiter würde montags mit dieser Einstellung zur Arbeit kommen? Die Energie im Unternehmen könnten Sie kaum ballen!

Also nutzen Sie doch einfach die Frage an Ihren Mitarbeiter: „Was muss ich oder das Unternehmen tun, damit du am Montag voller Tatendrang zur Arbeit kommst?“

Viel Erfolg beim Umsetzen!

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